Ein Zauberspiel von Adolph Bäuerle, neu bearbeitet von SFW

Liebe und Magie sind die Haupt-Ingredienzien des spannend komödiantischen Stücks. Der arme Poet Heinrich Winter will mittels Kartenspiel zu Geld kommen, um seine geliebte Emilie heiraten zu können – vergebens. Er verliert alles und wird von Emilies Ziehvater, der mit seinem Kind ganz andere Heiratspläne hat, im Hemd auf die Straße gejagt. In seiner Not findet Winter einen Freund im ebenfalls mittellosen Schustergesellen Fledermaus. Dieser bietet dem verarmten Dichter einen alten Mantel als Notbekleidung an. Wie sich herausstellt, ist das gute Stück der Zaubermantel des Doktor Faust. Winter und Fledermaus, der Fausts Zauberkapperl erhält, erlangen dank ihrer magischen Kleidungsstücke blitzartig Reichtum. Selig feiern sie Verlobung mit ihren Liebsten. Doch die Rachsucht und Eigenwilligkeit ihrer Umwelt in Gestalt abgewiesener Amanten, verbohrter Väter, eines geheimnisvollen Spielers, einer verführerischen Dame und eines gutmütigen Hilfsteufels stiften allerlei Turbulenzen. Und auch der Teufel, rechtmäßiger Besitzer des Zaubermantels, ist den beiden Männern auf den Fersen und verlangt sein Recht… Uraufführung: Kellergassencompagnie, Grafenwörth. Regie: Luzia Nistler. Uraufführungsensemble: Phillip Dornauer, Kurt Hexmann, Danijela Freitag, Leila Müller, Edith Schachinger, Sonja Zobel, Richard Maynau, Peter Josch, Florian Feik, Peter Sommersgutter.

 

 

Foto: Katharina Straßer, Boris Eder - Copyright: Roland Unger

Komödie frei nach William Shakespeare

SFWolfs wienerische Fassung und Deutung von Shakespeares Komödienklassiker eröffnete 2004 das neu gegründete Wiener Lustspielhaus und erwies sich mehrere Jahre lang als Publikumsmagnet. 2006 zeichneten ORF/3sat die liebenswerte Komödie auf. Das Stück, bei SFWolf in Ottakring (ein bekannter Wiener Gemeindebezirk) angesiedelt, zeigt Shakespeares legendäre Charaktere als schrullig schräge „Bürger": Bäckersleut, Amtsräte und Geister aus dem Wienerwald verstricken hier sich in Liebeswirren und Wonnen. Die Komödie wurde bereits mehrfach erfolgreich nachgespielt, war u. a. auch als Schweizer Version zu sehen. (3LänderTheater, Regie: Dieter Ballmann, 2008). 


Foto: Brigitte Neumeister, Kurt Sobotka - Copyright: Roland Unger

Uraufführungsbesetzung: Eröffnung Wiener Lustspielhaus: Brigitte Neumeister, Albert Rueprecht, Kurt Sobotka, Boris Eder, Roswitha Szyszkowitz, Eva Spreitzhofer, Katharina Straßer, Christian Dolezal, Robert Hollmann, Willy Höller. Regie: Adi Hirschal, Musik: Thomas Hojsa, Songtexte: Helmut Emersberger, Choreographie: Ferdinando Chefalo, Kostüme: Gerlinde Höglhammer, Wiener Lustspielhaus 2004, 2005, 2006, ORF/3sat, 2006.

Der feine Herr Lysander hat das Madel unter Einschaltung unlauterer Mittel wie Liebesbriefe, Rosen, Naschwerk, Spezereien, Serenaden, Hausumkreisungen, Beknieuungen, Beseufzerungen und Anschmachtereien, so narrisch gemacht, das ‘s den Demetrius gar nimmer anschauen tut, Vater Egon

(Wiener) Lustspiel nach Philipp Hafner

Der Furchtsame, alias Herr von Hasenkopf, fürchtet sich vor Gespenstern und terrorisiert in seiner Panik seine Tochter Henriette und ihre Dienerin Lisette. Noch ärger: Hasenkopf will Henriette mit einem reichen, mühsamen Privatier Heinz von Heinzenfeld verheiraten. Das wiederum wollen Valentin Allerhand, Henriettes große Liebe und dessen Diener Hanswurst, verhindern. Dem Liebesglück stellen sich ein intriganter Friseur, ein schwerhöriger Hausmeister und Valentins eigener Vater entgegen. Als Valentin einen extremen Schritt setzt, gerät alles in Wanken und zu guter Letzt enthüllt sich ein langgehütetes Geheimnis. Das Lustspiel Philipp Hafners - "Urvater" der Wiener Komödie in einer spirtzig-verrückt, liebevollen Neubearbeitung. 

Uraufführungsensemble: Rainer Doppler, Peter Josch, Florian Lebek, Thomas Marchart, Richard Maynau, Daphne Reitiner, Edith Schachinger, Leopold Selinger, Thomas Wenk, sowie Wilfried Becker und Joachim Brodesser. Regie: Luzia Nistler, Kostüme: Devi Saha. Produktion: Kellergassencompagnie, Juli 2016.

 

Bearbeitung. Im Auftrag von Luzia Nistler, Leitung Kellergassen Compagnie schrieb SFWolf 2014 eine niederösterreichische Fassung des berühmten Theaterstücks Arsen und Spitzenhäubchen von Joseph Otto Kesselring. Die erfolgreiche Uraufführung des verrückten Stoffes in seiner charmant aberwitzigen Regionbezogenen Sprachfassung und Umsetzung - Regie: Luzia Nistler - fand am 7. August 2014 in der Sonngasse/Kellergasse Feuersbrunn statt.