Kasperl oder der Diener dreier Herren
Das Stück treibt das Original Goldonis noch viel weiter: Kasperl als Diener zerreibt sich zwischen drei (!) Hoteltüren und drei (!) Herren, ein Cross-over von Commedia dell’Arte und Alt-Wienerischem „Kasperl“-Lachtheater.
Mein Name ist Kasper Kasperowitsch Kasperli Kasperle KasperlKaschperl Larifari aus dem knorrigen Stamme derer zu Lari und Fari, die sich wiederum beehren, entfernte Verwandte der Hochedlen zu Tschiri-Tschari zu sein. Ersterer Familienzweig stammt aus dem Nordsüdostwestmittelniedertitalienischen, die Tscharische-Verwandtschaftslinie sucht ihre Wurzeln gar bis in die weiten Steppen der mongolischen Mongolei. Von dorten trugen bucklerte Kameeler meine urigen Ahnen bis hierher..., Kasperl
Viel Lärm um nix
Posse mit Gesang frei nach Shakespeare
Shakespeare meets Vorstadt: Ein frauenhassender Schneidermeister, namens Benedikt von Tuchent, und ein Chocolatier namens Süß, prallen auf die Damenwelt. Der eine will partout von den Frauen nichts wissen, der andere verfällt einer jungen Dame auf ersten Anblick. Wie bei Shakespeare finden sich die Paare durch allerlei Intrigen.
Der Graf von Laxenburg
Eine Scheidungs-Ehe-Farce in vielen bunten Bildern
Turbulenzen unter Exilanten in Paris. Ein verarmter österreichischer Adeliger schlägt sich, um schrecklichen Konsequenzen eines Duells zu entgehen, inkognito als Gradredner und Poet in Paris durch und wird unvermutet, aber gegen üppige Bezahlung zum Bräutigam einer nichtadeligen Sängerin, die die Gattin eines reichen älteren russischen Fürsten werden soll. Eine russische Privatdetektivin, ein österreichischer Tourist, ein Pariser Ober und ein italienischer Mafioso heizen die Wirrnisse an. Am Ende landen sie alle vor Gericht, wo ein überaus eigenwilliger Scheidungsrichter das Geschehen fast um das happy end zu bringen scheint... Eine verrückte Komödie, frei Lehàrs Operettenstoff nachempfunden, mit vielen Verwechslungen und köstlichen Akzenten und Dialekten bestückt.
Eine Nacht in Venedig oder Die wundersamen Abenteuer des Commissario Pinzetti
Verwechslungskomödie frei nach J. Strauss.
Venedig vor Beginn des Karnevals. Commissario Pinzetti fühlt sich durch die nahende Ankunft von Prinz Pino Urbino bedroht, denn Letzterer gilt als unverwüstlicher Playboy und Pinzettis Gattin Barbara als die Schönste der Stadt. Um ein mögliches Techtelmechtel zu verhindern, erteilt Pinzetti seinem Spitzel Pappacoda, Philosoph und Makkaroniverkäufer, einen Sonderauftrag: Jener soll in Maskerade Pinzettis Gattin vom Ehebruch abhalten. Aber zwei besondere Damen, Powerfrau Ciboletta und Tugendverfechterin Annina und ein verhaltensauffälliger Herr schalten sich ein und bringen Pinzettis fabelhafte Pläne ins Wanken…
Der Furchtsame
(Wiener) Lustspiel nach Philipp Hafner
Der Furchtsame, alias Herr von Hasenkopf, fürchtet sich vor Gespenstern und terrorisiert in seiner Panik seine Tochter Henriette und ihre Dienerin Lisette. Noch ärger: Hasenkopf will Henriette mit einem reichen, mühsamen Privatier Heinz von Heinzenfeld verheiraten. Das wiederum wollen Valentin Allerhand, Henriettes große Liebe und dessen Diener Hanswurst, verhindern. Dem Liebesglück stellen sich ein intriganter Friseur, ein schwerhöriger Hausmeister und Valentins eigener Vater entgegen. Als Valentin einen extremen Schritt setzt, gerät alles in Wanken und zu guter Letzt enthüllt sich ein langgehütetes Geheimnis. Das Lustspiel Philipp Hafners - "Urvater" der Wiener Komödie in einer spirtzig-verrückt, liebevollen Neubearbeitung.
Fausts Mantel
Ein Zauberspiel von Adolph Bäuerle, neu bearbeitet von Susanne Felicitas Wolf
Liebe und Magie sind die Haupt-Ingredienzien des spannend komödiantischen Stücks. Der arme Poet Heinrich Winter will mittels Kartenspiel zu Geld kommen, um seine geliebte Emilie heiraten zu können – vergebens. Er verliert alles und wird von Emilies Ziehvater, der mit seinem Kind ganz andere Heiratspläne hat, im Hemd auf die Straße gejagt. In seiner Not findet Winter einen Freund im ebenfalls mittellosen Schustergesellen Fledermaus. Dieser bietet dem verarmten Dichter einen alten Mantel als Notbekleidung an. Wie sich herausstellt, ist das gute Stück der Zaubermantel des Doktor Faust. Winter und Fledermaus, der Fausts Zauberkapperl erhält, erlangen dank ihrer magischen Kleidungsstücke blitzartig Reichtum. Selig feiern sie Verlobung mit ihren Liebsten. Doch die Rachsucht und Eigenwilligkeit ihrer Umwelt in Gestalt abgewiesener Amanten, verbohrter Väter, eines geheimnisvollen Spielers, einer verführerischen Dame und eines gutmütigen Hilfsteufels stiften allerlei Turbulenzen. Und auch der Teufel, rechtmäßiger Besitzer des Zaubermantels, ist den beiden Männern auf den Fersen und verlangt sein Recht…
Don Juan auf Sommerfrische
Komödie frei nach Da Ponte und anderen
Juan Garcia Gonzalez Rodriguez Fernández Lopéz aus dem Stammhause Sanchéz Diaz Peréz Hernández Martin, genannt Don Juan hat sich auf Anraten seines treuen Dieners Leopold, genannt Leporello, eine Sommerresidenz in einsamer Landgegend gemietet, um zur Ruhe zu kommen und sich zu finden. Doch daraus wird nix: Im Nu ist der von Eroberungsdrang Besessene mittendrin in neuen Liebeshändeln. Umgirrte Spröde, scheints harmlose Landschönheiten, beleidigte Rivalen und auch ein fuchsteufelswilderboster Vater prallen aufeinander.
Die Leidenschaften toben, alles spitzt sich zu als Blut fließt, sich ein Detektiv einschaltet und auch noch Juans Vergangenheit in Gestalt einer verlassenen Verflossenen auf der Spielfläche erscheint. Rache und Vergeltung werden eingeklagt, sogar das Jenseits langt nach dem üblen Verführer!
Orpherl in der Unterwelt
Götterposse mit Gesang nach Offenbach, Crémieux und anderen
Offenbachs einzigartige Operette gallig wienerisch gedeutet. Der Sänger Orpheus will seine Gattin loswerden und Pluto, in Gestalt eines schönen Imkers, kommt ihm zu Hilfe. Turbulenzen in Himmel, Hölle und auf der Erden.
Der listige Herr Odysserl
Eine mytische Posse
Diese Wiener Komödie stellt den Held von Troja ins Zentrum einiger Turbulenzen. Die mächtige Göttin Hera jagt den listenreichen Herrn Odysserl aus den Armen der schönen Nymphe Kalypso heim zur Gattin - besser gesagt, die Eifersucht treibt ihn nach Hause. Laut Hera sollen nämlich Freier um seine Penelope buhlen. Verfolgt von Kalypso, beraten von Hera und Gott Eros versucht Odysserl, wieder Fuß zu fassen, doch daheim hat sich alles verändert, dort treibt sein ehemaliger Sekretär als omnipotenter Minister sein Unwesen und überhaupt ist Alles ganz anders als er sich das vorgestellt hat.
Die Totenfrau
Blum leitet ein Bestattungsunternehmen, ist glücklich mit Mark, einem Polizisten verheiratet, hat zwei entzückende Kinder. Blume Leben ist gut Alles ist gut. Bis Marks Unfalltod Blume Leben aus den Fugen geraten lässt. War es wirklich ein Unfall mit Fahrerflucht? Oder hat sein Tod etwas mit seiner letzten Ermittlung zu tun? Blum beginnt auf eigene Faust Nachforschungen anzustellen. Sie stößt auf Dunja, ein Entführungsopfer, dem keiner glauben will, einen geheimnisvollen Keller und fünf maskierte Männer, die dort ihre perversen Gelüste auslebten. Blum beginnt die Zusammenhänge zu begreifen und startet einen gnadenlosen Rachefeldzug.
Der Graf von Monte Christo
Emotionen und abgründige Themen kennzeichnen den berühmten 1500 Seiten starken Roman Alexandre Dumas’. Es geht um Liebe, Verrat, Vergeltung, Machtwahn, Rechts-Missbrauch, Politik, Verlust von Naivität und Glauben.
SFWolf folgt dem Verlauf des Originals, doch hat sie Personal und Stränge gerafft und fokussiert; sie verstärkt vielfach psychologische Motive, die im Roman zwischen den Zeilen erahnbar sind. Dramaturgisch fein verwoben erzählt sie die Geschichte des zu Unrecht Inhaftierten Edmond Dantès, der auf unerbittliche Weise Rache übt, in teils filmischen Szenen mit dynamischem Tempo und in scharfen, pointierten, zärtlichen und subtil humorvollen Dialogen.
Arsen und Spitzenhauberl
Bearbeitung. Im Auftrag von Luzia Nistler, Leitung Kellergassen Compagnie schrieb SFWolf 2014 eine niederösterreichische Fassung des berühmten Theaterstücks Arsen und Spitzenhäubchen von Joseph Otto Kesselring. Die erfolgreiche Uraufführung des verrückten Stoffes in seiner charmant aberwitzigen Regionbezogenen Sprachfassung und Umsetzung - Regie: Luzia Nistler - fand am 7. August 2014 in der Sonngasse/Kellergasse Feuersbrunn statt.
Medea
Barrie Kosky inszenierte Medea 2001 zur Neu-Eröffnung des Wiener Schauspielhauses. Seine Deutung des Stücks, die Prosafassung von SFWolf und das Ensemble begeisterten Presse und Publikum. Die Aufführung erlangte „Kult“-Status. Ausverkaufte Vorstellungen auch bei der Wiederaufnahme 2003.
In 80 Tagen um die Welt
In filmischen Sequenzen wird die berühmte Roman-Vorlage unterhaltsam, spannend und humorvoll aufbereitet. Im Mittelpunkt, als Erzähler, der pfiffige Diener Passepartout, der mit französischer Charme-Offensive die Geschichte beginnt und das Stück beendet.
Das Gespenst von Canterville
Die Dramatisierung lehnt sich bewusst eng an Oscars Wildes Kurzgeschichte an und bringt - einige Figuren wurden dazu geschrieben - komödiantisch humorvolles Flair, Poesie, feine Romantik und liebenswürdiges Gruseln auf die Bühne. Eine laute amerikanische Familie, ein italienischer Koch, eine englische Haushälterin prallen auf einen britischen Geist samt lebender Ritterrüstung namens Humphrey. Die erfolgreiche Uraufführung (Regie: Elisabeth Gabriel) fand im November 2009 im Theater St. Gallen statt.
Seelentore
Kurzopernlibretto
Musik: Jörg Ulrich Krah, Uraufführung, November 2013, Regie: Peter Pawlik.
Mit: Ingrid Habermann, Paul Schweinester, Levent Bakirci
Im Auftrag von WienModern/progettosemiserio - mit der Vorgabe Statements zur Frage der soziokulturellen Durchlässigkeit, zu Toren in der Nebeneinandergesellschaft zu verfassen, entstand 2013 das Kurzopernlibretto Seelentore, Musik: Jörg Ulrich Krah. Ein "Fremder", eine "alte Frau" und ein "etablierter Mann", scheinbar völlig isoliert von einander, reiben sich an ihren jeweiligen sozialen und psychischen Befindlichkeiten, sie leiden an ihren Verlusten, ihrer Leere, ihrem Sein. Je länger sie sich offenbaren, desto mehr werden ihre Gemeinsamkeiten offensichtlich: ihre Sehnsucht nach Herzenswärme, Sicherheit und die generelle Frage nach dem Sinn des Lebens.
Madame Johann Strauss
Auf Wunsch und im Auftrag von Publikumsliebling Konstanze Breitebner entstanden drei Kurzsoli über die Ehefrauen des berühmten Walzerkönigs Johann Strauss, die ihn als Musen, Sekretärinnen, Managerinnen und Geliebte stützten und förderten und in seinem Schatten standen. Jetty, Lili und Adèle rücken nun ins Bühnenlicht: berührend, spannend, komödiantisch enthüllen sich drei völlig unterschiedliche Frauenschicksale, die turbulent, glückhaft aber auch tragisch verliefen.
Eine Hommage an die Kraft der Frauen, die Macht der Liebe und Johann Strauss.
Ich, Schikaneder
Sprech-Solo, Auftragswerk von Mozartjahr Wien 2006, Uraufführung, Theater an der Wien.
Wiederholung im Schikaneder-Gedenkjahr, 2012.
Im Rahmen des Wiener Mozartjahres entstand - unter Verwendung von Originalzitaten – eine fiktive Lebensrückschau des kongenialen Erfolgs-Autors, Komponisten, Theatermachers und Theatergründers Emanuel Schikaneder, der verarmt und geistig umnachtet im achten Wiener Gemeindebezirk verstarb. Adi Hirschal schlüpfte in die Rolle Schikaneders; Gabriela Bone, Klemens Sander sangen Mozartarien, begleitet von Christian Koch am Klavier.
Robert Hewett: Die Blonde, die Brünette und die Rache der Rothaarigen
Die Übersetzung des- weltweit gespielten- Ein-Personen-Stück entstand in enger Zusammenarbeit mit dem eigentlichen Urheber, dem australischen Erfolgsautor Robert Hewett. Das Stück bietet durch seinen Aufbau, seine Konstruktion eine wundbar, reizvolle Spielvorlage für eine wandlungsfreudige Charakterdarstellerin: sieben Personen sind an einem Abend zu verkörpern. Erzählt wird ein Kriminalfall, der u. a. mehrere Seitensprünge, eine zerbrochene Ehe, eine Haftstrafe und eine berührende Begegnung und Versöhnung zur Folge hat, aus genau sieben verschiedenen Perspektiven heraus; zu Wort kommen u. a. ein Kind, eine ältere Nachbarin, der Ehemann, die Hauptbetroffene - Opfer und Täterin zugleich, die Lebensgefährtin des Mordopfers, die Freundin der Täterin... Die sieben Perspektiven enthüllen sieben sehr persönliche, packende, berührende, auch tragikomische Geschichten, die aufs Spannendste mit der eigentlichen Geschichte - Tötung im Affekt - verknüpft sind, vieles wird enthüllt, vieles bleibt - bewusst - mysteriös, offen und in Schwebe.
Sicht-Welten, Liederzyklus
Liederzyklus für Paul Schweinester, Komposition: Jörg Ulrich Krah. Auf Wunsch und im Auftrag des jungen österreichischen Tenors Paul Schweinester entstand ein moderner Kurz-Liederzyklus: Die Gegenwart wird geschildert und gesehen aus der "Ich-Perspektive" eines Arztes, eines Journalisten, eine Kindes, eines Finanzhais und eines Liebenden, berührend, aktuell und tragikomisch. Die erfolgreiche Uraufführung fand am 24.2. im Rahmen des Jeunesse-Konzerts Liederabend Paul Schweinester, begleitet von Lech Napierala, im MuTh, Wien statt.